Konzept

EINLEITUNG
Die Elterninitiative Remmidemmi e.V., gelegen im Herzen Kölns, bietet in einem kleinen familiären
Rahmen qualifizierte Ganztagsbetreuung zwischen 7.30 und 16.30 Uhr an. Ein freundliches und
engagiertes Miteinander zeichnet uns ebenso aus wie kindgerecht gestaltete Räume und ein
ausgezeichneter Betreuungsschlüssel mit vier Fachkräften. Damit leisten wir als familienergänzende
Institution unseren Beitrag zu einer gelungenen Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

UNSERE EINRICHTUNG

GRUPPENFORM
In unserer eingruppigen Kindertagesstätte werden 10 Kinder im Alter von 6 Monaten
bis 3 Jahre betreut. Es handelt sich dabei laut KiBiz um die
Gruppenform II c: Kinder im Alter von unter drei Jahren mit
einer Betreuungszeit von 45 Stunden pro Woche.
Die Aufnahme eines Kindes zwischen sechs Monaten und einem
Jahr erfolgt nach Absprache mit der Einrichtungsleitung.

RÄUMLICHKEITEN
Durch einen großen überdachten und abschließbaren Eingangsbereich, der Platz für unsere zwei
großen Krippenwagen und Kinderwagen bietet, gelangt man in den großzügigen Flur, von dem das
Büro, der große Gruppenraum, Küche, Abstellraum, Personal-WC und Hauswirtschaftsraum
erreichbar sind. Im Flur, der ebenfalls als Spielbereich genutzt wird, befindet sich die Garderobe der
Kinder. Außerdem gelangt man von ihm auch auf den teilweise überdachten Innenhof.
Vom Gruppenraum aus gelangt man in den Funktionsraum, der in der Mittagszeit auch als
Schlafraum genutzt wird. Der Essraum und der Kindersanitärbereich, der über eine große Waschrinne
zum Spielen und Experimentieren einlädt, grenzen ebenfalls an diesen. Der Gruppenraum selbst ist
auf die Altersstruktur der Kinder abgestimmt und bietet durch Treppen, Hocker, Podeste, Rampen
etc. Raum für Selbstständigkeit. Das Herzstück des Raumes ist eine maßangefertigte Hochebene in
Form eines Schiffes und einer Baumhauslandschaft mit einer integrierten Kuschelecke.
Jeder dieser Räume mit einer Deckenhöhe von fast vier Metern hat großzügige Fenster, die für
lichtdurchflutete Räume sorgen.

ÖFFNUNGSZEITEN
Die Öffnungszeiten liegen zwischen 7.30 Uhr -16.30 Uhr. Im Bedarfsfall können die Zeiten von der
Mitgliederversammlung und dem Team angepasst werden.

SCHLIEßZEITEN
Die Kindertagesstätte hat im Sommer drei Wochen Ferien. Welche Hälfte der Sommerferien die Kita geschlossen hat, wird nach dem Mehrheitsprinzip von den Eltern bestimmt. Außerdem schließt die Einrichtung an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr.

UNSER TEAM
Die Kinder werden durch drei pädagogische Fachkräfte in Vollzeit, einem Berufspraktikanten / einer
Berufspraktikantin sowie zwei pädagogischen Aushilfskräften auf Stundenbasis betreut. Ergänzt wird
das Team durch unsere Köchin und unsere Reinigungskraft. Praktikanten ab einer Praktikumsdauer
von mindestens drei Monaten, sind bei uns herzlich willkommen, das Berufsfeld kennen zu lernen
und praktische Erfahrungen zu sammeln.

UNSER TAG BEI REMMIDEMMI
7:30 – 9:25 Uhr: Bringzeit
In der Zeit bis 9:25 Uhr nimmt eine Erzieherin euer Kind an der Tür zum Gruppenraum in Empfang.
Hierbei findet ein kurzer Austausch in Form eines Tür- und Angelgesprächs statt. Der Flur- und
Garderobenbereich soll euch und euren Kindern dazu dienen, euch in Ruhe zu verabschieden. Der
Gruppenraum bleibt den Kindern vorbehalten. Sollte euer Kind krank sein und die Kita nicht
besuchen können, dann meldet es bitte telefonisch bis 9.00 Uhr ab.

7:30 – 9:15 Uhr: Frühstück
Wir bieten ein offenes und ausgewogenes Frühstücksbuffet an. Die Kinder wählen eigenständig was
sie frühstücken möchten. Sie haben jeden Tag die Wahl zwischen Müsli oder Brot mit täglich
wechselnden Belägen oder Obst / Rohkost.

9:30 – 9:50 Uhr: Morgenkreis
Unser Morgenkreis wird von einer Erzieherin vorbereitet und angeleitet. Wir freuen uns, wenn alle
Kinder bis 9:30 Uhr eingetroffen sind, damit wir den Tag gemeinsam beginnen können. Der
Morgenkreis beginnt mit einem Begrüßungslied. Situationsorientiert greifen wir Gesprächsthemen der
Kinder auf, die von ihren Freizeiterlebnissen berichten möchten. Dazu geben wir verschiedene
Impulse in die Gesprächsrunde. Darauf folgen verschiedenste themenbezogene und saisonale Lieder
und Fingerspiele. Anschließend beenden wir den Morgenkreis mit einigen Bewegungsspielen. Er
endet mit der Aussicht darauf, was wir an diesem Tag mit den Kindern unternehmen möchten.
Außerdem nutzen wir diese Zeit am Morgen, um mit allen Kindern gemeinsam Geburtstage und
Abschiede zu feiern. Gerne könnt ihr dazu in Absprache mit dem Team einen Kuchen oder ähnliches
beisteuern. Bitte darauf achten, dass dieser keine Nüsse und keinen Zimt enthält. Während des
Morgenkreises bleibt die Eingangstür geschlossen, um Groß und Klein einen ungestörten Start in den
Kita-Tag zu ermöglichen.

10:00-11:00 Uhr: Aktionszeit
Jeden Tag nutzen wir die Zeit, um mit den Kindern nach draußen zu gehen. Gerne besuchen wir die
Spielplätze in der näheren Umgebung, wie zum Beispiel den Klingelpützspielplatz, den
Mediaparkspielplatz, den Stadtgarten oder den Spielplatz in der Ursulagartenstraße. Dienstags gehen
wir mit den Kindern auf einen Wochenmarkt. Des Öfteren machen wir Ausflüge zum Bahnhof, zu
Baustellen oder auch mal zum Dom. An jedem ersten Mittwoch im Monat fahren wir nach Lindenthal
in den Tierpark. Sollte uns das Wetter einmal nicht nach draußen lassen, finden kreative Angebote
zum Experimentieren, Erleben, Forschen, Entdecken und Ausprobieren statt. Im Sommer sollen die
Kinder unbedingt Sonnenhüte mitbringen und bereits mit Sonnencreme eingecremt in die Kita
kommen.

11:00 – 11:30 Uhr: Freispiel
Nach unserer Rückkehr in die Kita, steht den Kindern die Zeit bis zum Mittagsessen als Freispielzeit
zur Verfügung. Außerdem stellen sie sich nach einem erlebnisreichen Vormittag auf das Mittagessen
und die anschließende Ruhezeit ein.

11:30-12:00 Uhr: Mittagessen
Gemeinsam gehen wir in den Essraum um uns dort mit einem Lied auf das Mittagessen
einzustimmen. Unsere Köchin kauft die überwiegenden Bio-Lebensmittel täglich frisch ein und
bereitet uns jeden Tag ein ausgewogenes und leckeres Mittagessen zu. Die Mahlzeiten sind
hauptsächlich vegetarisch, einmal pro Woche kommt Fisch oder Fleisch hinzu. Die Kinder, die ihr
Mittagessen beendet haben, können jederzeit vom Tisch aufstehen und gehen eigenständig zum
Zähneputzen und Hände waschen in das Badezimmer. Hierbei steht eine Erzieherin unterstützend zur
Seite.

12:00- ca. 14:00 Uhr: Mittagsschlaf
Unser Schlafritual beginnt bereits in gemütlicher Atmosphäre in unserer Kuschelecke. Nachdem alle
Kinder bettfertig sind, begeben wir uns gemeinsam in die Kuschelecke und singen zusammen ruhige
(Schlaf-)Lieder. Im Schlafraum selbst wartet auf jedes Kind sein eigenes kleines Schlafnest mit einem
Stück Zuhause in Form eines Kuscheltieres o.ä. Der Mittagsschlaf bei Kleinstkindern bietet ihnen die
notwendige Zeit zur Erholung nach einem anstrengenden Kita-Tag. Daher bekommen alle Kinder die
Möglichkeit, ungestört ihrem Schlafbedürfnis nach zu kommen, wir wecken keine Kinder auf.

14:15 – 14:45 Uhr: Snack
In der Regel wird der abwechslungsreiche Snack in der Mittagszeit von den Erzieherinnen vorbereitet,
wobei die Kinder auch die Möglichkeit haben, mitzuhelfen. An manchen Tagen in der Woche zaubert
uns unsere Köchin einen leckeren Nachtisch. Bei schönem Wetter lädt unser kleiner Hof oder der
benachbarte Park zum Snacken ein. Falls es sich einrichten lässt, wäre es schön, wenn die Kinder
nicht während des Snacks abgeholt würden, sondern davor oder danach.

Ab 14:00 bis zum Ende um 16:30 Uhr: Abholzeit
Der Nachmittag läutet die Abholzeit ein. Um euch am Tagesgeschehen eures Kindes teilhaben zu
lassen, verabschieden wir euch mit einem kurzen Tür – und Angelgespräch. Diese finden, wie am
Morgen, an der Gruppenraumtür statt. Außerdem haben wir im Flur ein großes Whiteboard, auf dem
ihr jeden Tag nachlesen könnt, was gesungen, unternommen und gespielt und gegessen haben.
Im Interesse eures Kindes und der Kinder, die am Nachmittag noch in der Kita sind, wäre es schön,
die Abholphase nicht zu lang zu gestalten. Die Erzieherinnen verabschieden die Kinder aus dem
Gruppenraum in den Flur, denn auch hier ist der Gruppenraum den (noch nicht abgeholten und
spielenden) Kindern vorbehalten. Auch am Nachmittag finden Spielangebote statt, die Kinder nutzen
das Freispiel, sind auf dem Hof oder wir gehen noch einmal in den Park.

ERNÄHRUNG
Für die Mahlzeiten nutzen wir unseren an den Gruppenraum angeschlossenen Essraum. Auf den
Sitzbänken können die Kinder dank kleiner Stufen eigenständig Platz nehmen. Wir bieten ein offenes
Frühstück, Mittagessen und einen Snack am Nachmittag an (s. Tagesablauf).

Das Mittagessen wird mit einem Lied eingeläutet. Unsere Köchin kocht kindgerecht und
ausgewogen. Hauptsächlich gibt es vegetarische Gerichte, an einem Tag in der Woche auch Fisch
oder Fleisch. Die Lebensmittel kauft unsere Köchin täglich frisch und saisonal. Was wir ansonsten an
Lebensmittel benötigen, beziehen wir über einen Biohofladen, kaufen wir mit den Kindern zusammen
auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt.

Den Kindern steht den ganzen Tag stilles Wasser zur Verfügung, frei zugänglich und für jedes Kind
erreichbar. Essen ist bei uns nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern ein Erlebnis mit allen Sinnen. Wir
stellen Besteck zur Verfügung, jedes Kind darf sein Essen aber auch ertasten, erfühlen, erschmecken
und erleben.

UNSERE PÄDAGOGISCHE UMSETZUNG IM ALLTAG
Ein ritualisierter Alltag und feste Bezugspersonen in einer Atmosphäre von Geborgenheit und
Vertrauen geben den Kindern die emotionale Sicherheit, die sie brauchen, um die Welt selbstbewusst
zu entdecken und sich auf neue Situationen einzulassen.

Aus diesem Grund bieten wir den Kindern einen strukturierten Tagesablauf mit festen Ritualen.
Geregelte Bring- und Abholzeiten gewährleisten, dass die Kinder weder beim Mittagessen noch
während der Schlafenszeit gestört werden. Unsere Zeiten sehen vor, dass die Kinder zwischen 09.30
Uhr und 09.50 Uhr nicht gebracht werden, damit für die Kinder ein ungestörter Morgenkreis
stattfinden kann. Wir begrüßen es sehr, wenn alle Kinder bis 09.25 Uhr in der Kita sind, damit wir den
Tag gemeinsam im Morgenkreis beginnen können. Ab 14.00 Uhr sind in der Regel die meisten Kinder
wieder wach und können jederzeit abgeholt werden. Der Snack am Nachmittag findet zwischen
14.15 Uhr und 14:45 Uhr statt, nach Möglichkeit gerne davor oder danach zum Abholen kommen.

Unser Team, bestehend aus erfahrenen und liebevollen ErzieherInnen, begleitet eure Kinder durch
einen überaus wichtigen Abschnitt im Leben, die erste Trennung von Mama und Papa. Unserer
verantwortungsvollen Aufgabe sind wir uns jederzeit bewusst. Wir geben den Kindern Geborgenheit
und Verlässlichkeit, als Bezugsperson an ihrer Seite zu stehen, aber auch die nötigen Freiräume,
Werte und Grenzen, um sich im Leben zurechtzufinden. Wir begleiten die Kinder im Alltag, geben
Orientierung und Unterstützung, wenn nötig. Die Remmidemmi - Kinder sollen sich geborgen und
wohl fühlen, damit sie sich in geschütztem Raum frei entfalten können.

Das Raumkonzept unserer Einrichtung ist auf die besonderen Bedürfnisse der unter Dreijährigen
zugeschnitten. Die Spielumgebung lädt zum Entdecken und Bewegen ein, Rückzugsorte ermöglichen
unbeobachtetes Spiel. Ruhezonen und eine Kuschelecke laden zum Verweilen ein, die große
Hochebene in Form eines Schiffes, zusätzlich mit Bäumen und einem Baumhaus lässt die kleinen
Herzen höher schlagen und wird begeistert erklettert. Die Gestaltung der Räumlichkeiten orientiert
sich am Gedanken Emmi Piklers „Hilf mir, es selbst zu tun“ und bietet den Kindern eine entsprechend
vorbereitete Umgebung. Die Hocker am Basteltisch sind U3-gerecht, die Bänke am Esstisch haben
kleine Stufen, am Waschbecken stehen kleine Tritte, so dass sich unsere Kinder möglichst frei und
selbständig bewegen können. Wir legen viel Wert auf Spielsachen aus Holz und eine möglichst
natürliche, nicht überlaufene und alltagsnahe Spielumgebung, die zu Rollenspielen, zum Entdecken
und sich Ausprobieren einlädt.

In unserer Elterninitiative Remmidemmi findet keine religiöse Erziehung statt. Christliche Feste wie
Weihnachten und Ostern werden thematisiert und im jahreszeitlichen Ablauf „gefeiert“, weil sie zur
kulturellen Umwelt der Familien gehören. Den Kindern wird der Hintergrund dieser Feste vermittelt. Es
soll ihnen aber auch verdeutlicht werden, dass es auch Familien ohne oder mit einer anderen
religiösen Ausrichtung gibt.

PÄDAGOGISCHE ARBEIT

LEITBILD
Ziel der pädagogischen Arbeit bei Remmidemmi ist es, jedes Kind individuell und ganzheitlich bei
seiner kreativen und aktiven Aneignung der Umwelt zu begleiten. So wird ihm Raum und Zeit für eine
freie Entwicklung gegeben. Wir wollen die Kinder unter anderem bei der Entwicklung ihrer
Persönlichkeit unterstützen und den Aufbau von Selbstbewusstsein, Identität, Selbst-, Sach-und
Sozialkompetenz fördern.

BILD VOM KIND
Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit und entfaltet sich nach seinem eigenen inneren
Plan. Wir bei Remmidemmi möchten das Kind bei dieser Entfaltung begleiten. In Anlehnung an
Maria Montessori sehen wir das Kind als „Baumeister seines Lebens“, als Selbstgestalter und Akteur
seiner eigenen Entwicklung, die stets im Zentrum der pädagogischen Arbeit von Remmidemmi
steht.

LEITSÄTZE

Kinder brauchen andere Kinder
Das Sich-Arrangieren mit gleichberechtigten Anderen, das Aushandeln von Spielinhalten und Regeln
und der Umgang mit unterschiedlichen Interessen, enthalten zentrale Lern- und
Bildungsgelegenheiten, die die asymmetrische Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern nicht
bereitstellen kann. Schon Säuglinge zeigen Interesse aneinander und auch Kleinkinder handeln,
verhandeln und spielen miteinander – meist noch ohne Worte und für kürzere Zeitspannen, dafür mit
sichtlicher Freude und großem Engagement. Konflikte werden meist lautstark und heftig
ausgetragen – die Kinder brauchen Erwachsene, die sie unterstützen, ihre Gefühle
„dolmetschen“, sie trösten und auf dem Weg zur selbständigen Beziehungsgestaltung begleiten.
Durch das tägliche Miteinander erlernen die Kinder die Fähigkeit, in einer Gruppe und in der
Gesellschaft ihren Platz zu finden und Bräuchen und Kulturen offen entgegenzutreten.

Kinder bauchen Familie
Wir sehen unsere Einrichtung als familienergänzende Betreuungsform. Unter dem großen Dach
„Elterninitiative“ möchten wir ein Miteinander leben, in dem die Wertschätzung der Familie an hoher
Stelle steht. Das Leben unserer Kinder vor und neben der Kindertagesstätte ist für uns
von großer Bedeutung, darum möchte Remmidemmi gemeinsam mit den Eltern eine Sensibilität für
unsere Kinder entwickeln. Die zwei Lebenswelten, die die Kinder täglich erleben, möchten wir mit
Offenheit, Wertschätzung und Toleranz zu einer wertvollen Bereicherung werden lassen.
Es ist uns sehr wichtig, dass die Eltern in der Kita präsent sind und eigene Ideen und Themen
einbringen, damit ein buntes und stabiles Miteinander und ein homogener Rahmen für die Kinder
entsteht.

Kinder brauchen Sicherheit und Vertrauen
Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Kinder sich in der Umgebung von Remmidemmi wohl und
geborgen fühlen und zu jeder Zeit wissen, dass Jemand für sie da ist und ihre Bedürfnisse erkennt.
Wir pflegen einen liebevollen, aufmerksamen und einfühlsamen Umgang mit den Kindern, sodass
eine enge und positive Bindung entsteht und sich die Kinder in dem Rahmen der Kindertagesstätte
frei entfalten können. Der Tagesablauf mit wiederkehrenden Ritualen und hoher Konstanz durch
die Bezugspersonen erleichtert den Kindern die Ablösung von den Eltern und schafft Vertrauen in die
neue Umgebung. Die Kinder haben immer die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wenn sie eine
Verschnaufpause benötigen. Sie erfahren, dass sie willkommen sind und jederzeit Geborgenheit und
Wärme finden.

Kinder brauchen Natur
Durch die im direkten Umfeld liegenden großen Spielplätze und den Innenhof mit großem
Sandkasten und kleinen Beeten haben die Kinder die Möglichkeit bei nahezu jedem Wetter im Freien
zu spielen und die Natur in geschütztem Rahmen zu entdecken.Uns ist es sehr wichtig, den Kindern
die Wertschätzung unserer Umwelt auf selbstverständliche Art und mit viel Spaß nahezubringen.Auch
bei den gemeinsamen Mahlzeiten legen wir viel Wert auf eine Ernährung nach den Grundsätzen der
biologischen Vollwerternährung. Die Kinder werden bisweilen bei der Zubereitung der Speisen mit
eingebunden.

Kinder brauchen Bewegung
Kinder haben einen hohen Bewegungsdrang, der ausgelebt werden sollte. Bewegung ist wichtig und
dient der Entwicklung des Selbstkonzepts, der Wahrnehmung, der Selbsteinschätzung, des
Körpergefühls und der Motorik. Remmidemmi fördert diesen natürlichen Bewegungsdrang durch
verschiedene Aktivitäten und Bewegungslandschaften und den täglichen Besuch der umliegenden
Spielplätze.

Kinder brauchen Freiheit
Die Kinder als Baumeister ihres eigenen Lebens dürfen sich selbst ausprobieren und frei entwickeln.
Im gemeinsamen Freispiel können sich die individuellen Wünsche, Temperamente und Eigenschaften
frei entfalten. Das Vertrauen in eigene Lösungen, welches die Kinder dabei entwickeln, trägt zu einer
hohen sozialen Selbstständigkeit bei. Die Kindertagesstätte ist ein Ort des Vertrauens, wir
akzeptieren, dass Kinder Geheimnisse haben, dass sie sich zurückziehen dürfen und unbeobachtet
spielen wollen. Jedes Kind ist mit seiner gesamten Gefühlswelt bei Remmidemmi willkommen,
solange niemand anderes dadurch verletzt wird.

Kinder brauchen Grenzen
Klare und nachvollziehbare Grenzen mit viel Freiraum dazwischen helfen den Alltag bei Remmidemmi
zu strukturieren und den Kindern die Orientierung zu erleichtern. Durchdachte und dem Alter der
Kinder entsprechende Regeln und Verbindlichkeiten werden bei Bedarf mit den Kindern
besprochen, sodass diese den Sinn verstehen und lernen, dass es bestimmte Grenzen gibt, die
eingehalten werden müssen. Die Kinder lernen, dass sie selbst die Grenzen mitgestalten, selbst
„Nein“ sagen und sich eine eigene Position bilden können, die ihnen Schutz und Sicherheit bietet.
Ein fester Bezugsrahmen hilft dabei, stabile Werte und Verhaltensmuster zu entwickeln.
Auch der gegenseitige Lerneffekt im sozialen Umgang mit den anderen Kindern spielt hierbei eine
wichtige Rolle. Wo es möglich ist, lernen die Kinder bei Remmidemmi durch eigene Erfahrungen und
positive Zuwendung ihre Grenzen und Regeln des sozialen Miteinanders kennen.

Kinder brauchen Unterstützung
Wir unterstützen die Kinder bei ihrem eigenen Forschen, der Bewältigung ihrer Erfahrungen und bei
ihrer Suche nach Erklärungen, so dass sie lernen, dass ihnen jemand verlässlich zur Seite steht. Eine
entwicklungsförderliche Lernumwelt, Hilfestellungen beim Lösen von Problemen und Konflikten und
das Wahrnehmen individueller Eigenschaften bieten den Kindern einen sicheren Rahmen, auf den sie
sich verlassen können.

Kinder brauchen REMMIDEMMI
Kinder brauchen ein buntes Umfeld, in dem sie lernen, dass es Zeiten der Ruhe und des wilden
Tobens gibt, Zeiten, in denen man gerne allein sein möchte, und Zeiten, in denen man gemeinsam in
der Gruppe etwas unternehmen möchte. Sie brauchen die Erfahrung, dass sie scheitern
dürfen, dass ihnen geholfen und zugehört wird, dass sie in ihren Bedürfnissen akzeptiert werden,
dass auch andere Bedürfnisse haben. Sie brauchen die Erfahrung, dass es unterschiedliche Tage
gibt, Regen und Sonnenschein, Wind und Hagel, kurz: sie brauchen die Erfahrung, dass
der Alltag REMMIDEMMI ist.

EINGEWÖHNUNG
Die Eingewöhnungen nehmen bei Remmidemmi einen sehr wichtigen Stellenwert ein, stellen sie doch
die erste Trennung von Mama und Papa über einen längeren Zeitraum dar. Die Eingewöhnung ist ein
sensibler Prozess und stellt die Weichen für eine gelingende und stabile Beziehung zwischen
Erzieherin und Kind dar. Voraussetzung dafür ist eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit
zwischen den Eltern und der Erzieherin.

Für die Dauer einer Eingewöhnung rechnen wir mit ungefähr 3 Wochen, bis zwischen der Erzieherin
und dem Kind eine tragfähige Beziehung entstanden ist. In Anlehnung an das ‚Berliner Modell‘ ist der
Elternteil, der die Eingewöhnung begleitet, in der ersten Woche eine Stunde am Tag mit dem Kind
zusammen in unserer Gruppe. Am Ende der ersten Woche wird ein erster kurzer Trennungsversuch
vom Elternteil ausprobiert, um einen ungefähren Eindruck der bisher gewonnen Bindung zur
Erzieherin zu bekommen. In der zweiten Woche werden die Zeiten in der Gruppe verlängert, ebenso
wird der Elternteil nun zunehmend nicht mehr mit in der Gruppe anwesend sein, sondern sich in
einem anderen Raum der Kita aufhalten. Bestenfalls nimmt das Kind am Ende der zweiten Woche
bereits am Mittagessen teil und hat bereits einmal in der Kita Mittagsschlaf gemacht. In der dritten
Woche wird die Beziehung weiter vertieft und der Kita-Alltag mehr und mehr ein Teil vom Kind. Der
Elternteil ist in der dritten Woche nicht mehr in der Kita anwesend, aber auf Abruf bereit vorbei zu
kommen, sollte die Beziehung zur Erzieherin noch nicht tragfest genug für einen Kita-Tag sein. Es
empfiehlt sich, in den ersten Wochen nach der Eingewöhnung das Kind nach dem Mittagsschlaf am
Nachmittag abzuholen und auch die Nachmittagszeiten erst langsam zu steigern.

Jedes Kind reagiert unterschiedlich auf die neue Umgebung, daher sollte man das Kind nicht
drängen, die Umgebung zu erkunden, wenn es zunächst noch Zurückhaltung signalisiert. Als
Elternteil sucht man sich einen festen Platz im Gruppenraum und verhält sich eher passiv, trotzdem
sollte man darauf eingehen, wenn das Kind die Nähe von Mama oder Papa sucht.

Eltern sollten sich immer im Klaren sein, dass sie, trotz Eingewöhnung in der Kita, immer die
Hauptbindungspersonen ihres Kindes sein werden. Es erleichtert dem Kind die Eingewöhnung, wenn
zu dieser Zeit keinen sonstigen familiären Veränderungen anstehen, wie z.B. ein Umzug, da jede
Veränderung für das Kind Stress bedeutet. Urlaube sollten in der Stabilisierungsphase des Kindes
nicht direkt im Anschluss an die Eingewöhnung stattfinden, damit sich das Kind weiter in den Kita-
Alltag einfinden kann.
Im Krankheitsfall sollte die Eingewöhnung besser ausgesetzt oder verschoben werden, da kranke
Kinder weder das Interesse noch die Fähigkeit haben sich zusätzlich auf neue Situationen ein zu
stellen.
Sollte sich vorab im Alltag zeigen, dass das Kind Schwierigkeiten hat, sich von einem Elternteil zu
lösen, empfiehlt es sich, dass der andere Elternteil die Eingewöhnung begleitet, um dem Kind die
Trennungssituation zu erleichtern. Dabei ist es ratsam die Abschiede kurz zu halten und nicht in die
Länge zu ziehen, da das Kind darauf mit zusätzlichem Stress reagiert.

Die Eltern können ihr Kind unterstützen, indem sie vertraute Gegenstände von Zuhause mit in die Kita
bringen und nie ohne Verabschiedung aus dem Raum gehen, um den Lernprozess „Mama oder Papa
gehen weg, kommen aber immer wieder“ zu festigen. Auch wenn das Kind weint sollten die Eltern
eine kurze Verabschiedung beibehalten und sich verabschieden. Gerne können sie im Nachhinein in
der Kita anrufen und sich nach ihrem Kind erkundigen.

Dies und weitere wichtige Dinge rund um die Eingewöhnung und ihren Ablauf werden vor Beginn der
Eingewöhnung in einem Eingewöhnungsgespräch mit der jeweiligen Erzieherin, die die
Eingewöhnung begleitet, besprochen.

ZUSAMMENARBEIT IM TEAM

AUFGABEN UND ZUSTÄNDIGKEITEN
Die Einrichtungsleitung unserer Kita ist mit 9 Stunden für Bürotätigkeiten freigestellt, und übernimmt
die restlichen Stunden zusammen mit ihren beiden Kolleginnen die Gruppenleitung. Zusätzliche
Aufgaben und Zuständigkeiten (wie zum Beispiel Ersthelfer oder Sicherheitsbeauftragte) sind im
gesamten Team aufgeteilt und werden durch regelmäßige Schulungen aufgefrischt.

TEAMBESPRECHUNGEN
Das Team hat eine Stunde in der Woche zur Verfügung um Informationen und Beobachtungen
auszutauschen, Aktionen wie Themenwochen oder Ausflüge mit den Kindern zu planen,
Entwicklungsgespräche vorzubereiten oder sich mit pädagogischen Fachthemen zu beschäftigen.
Zusätzlich hat jedes Teammitglied eine bis anderthalb Stunden in der Woche Vorbereitungszeit, um
Aktionen und Entwicklungsgespräche zu planen und vorzubereiten und um
Bildungsdokumentationen zu erstellen.

FORT- UND WEITERBILDUNGEN
Die stetige und regelmäßige Weiterbildung unserer Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen liegt uns sehr am Herzen, daher wird für Fortbildungen
ein jährlicher Etat zur Verfügung gestellt. Die Kosten zahlt in der Regel der Verein.

ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN INSTITUTIONEN
Im pädagogischen Alltag freuen wir uns über Kooperationen mit
Kitas in unserer näheren Umgebung, um gemeinsame Festivitäten zu veranstalten oder gemeinsame
Fortbildungen nutzen zu können. Der Kontakt zu anderen Institutionen wie z.B. Frühförderzentren,
Familienzentren usw. kann jederzeit hergestellt werden. Auf Wunsch der Eltern kann eine
pädagogische Fachkraft unseres Teams an solchen Beratungsgesprächen teilnehmen, um eine
pädagogisch-fachliche Sichtweise abgeben zu können.

ELTERN

ZUSAMMENARBEIT MIT DEN ELTERN
REMMIDEMMI ist eine demokratisch organisierte Elterninitiative in der wir eine positive
Grundstimmung pflegen, und flexibel und engagiert in der Gemeinschaft sind. Team und Eltern
arbeiten eng, offen, konstruktiv und unterstützend miteinander. Da wir eine Elterninitiative sind, spielt
die Mitwirkung der Eltern eine große Rolle und es wird Wert auf das Engagement eines jeden
Elternteils gelegt. Elternarbeit bedeutet für uns gegenseitigen Respekt gegenüber den
unterschiedlichen Kompetenzen und Werten. Sie findet im alltäglichen Zusammentreffen, im
Rahmen von gezielt organisierten Veranstaltungen und verteilten
Aufgaben statt Ziele dieser Elternarbeit sind:
- das Erreichen eines gemeinsamen, umfassenden Informationsstandes über die Arbeit der
Einrichtung
- der Austausch über die gegenseitigen Erwartungen und Vorstellungen
- die Bereicherung des Einrichtungsalltags durch die aktive Mitarbeit der Eltern.

AUFGABEN
Die Eltern engagieren sich ehrenamtlich in unserer Elterninitiative. Jedes Elternpaar übernimmt eine
Aufgabe und wird einem Elterndienst zugeteilt, der jährlich beim ersten Elternabend des
neuen Kindergartenjahres verteilt wird. Zu den Aufgaben zählen der Vorstand (setzt sich aus 3
Personen zusammen), 2 Hausmeister, Organisation von Festen und Aktionstagen, Neuanmeldungen
in Zusammenarbeit mit der Leitung, 2 Elternsprecher und Öffentlichkeitsarbeit. Zweimal im Jahr
finden Aktionstage in der Einrichtung statt, an denen die Eltern in geselliger Zusammenarbeit kleinere
Reparaturen, Reinigungs- und Aufräumarbeiten erledigen.

ELTERNABEND
Jedes neue Kindergartenjahr startet bei Remmidemmi mit einem
Elternabend. Er dient der ersten Kontaktaufnahme der Eltern
untereinander, zum Kennenlernen des Teams und um erste Informationen
auszutauschen. Weiterhin legen wir dort die neuen Elterndienste fest und
besprechen die ersten anstehenden Schließtage, die von den Eltern nach
Mehrheitsprinzip abgestimmt werden.

Es ist wünschenswert, dass alle Eltern bzw. mindestens ein Elternteil anwesend
ist. Der Informationsaustausch ist wichtig für das Miteinander und das Funktionieren des Vereins. Es
gibt Einblicke in den pädagogischen Alltag eures Kindes, Fragen können besprochen werden,
Entscheidungen werden gemeinschaftlich abgestimmt. Hier haben Eltern die
Möglichkeit, ihre Ideen und Anregungen einzubringen und mitzubestimmen.

ENTWICKLUNGSGESPRÄCHE und BILDUNGSDOKUMENTATION
Gespräche mit der pädagogischen Fachkraft und einer Kollegin über die aktuelle
Entwicklung eures Kindes finden halbjährlich statt. Die Grundlage der Entwicklungsgespräche bildet
zusätzlich zu den Alltagsbeobachtungen die Bildungsdokumentationen, die wir nach dem Kibiz
anhand von Portfolioarbeit und alltagsintegrierter Sprachförderung führen und dokumentieren.
Die Portfolios liegen in den Eigentumsfächern der Kinder und sind für sie jederzeit zugänglich und im
Alltag sehr beliebt. Auf Wunsch können die Kinder diese auch mal mit nach Hause nehmen.

HOSPITATION
Hospitationen sind bei Remmidemmi grundsätzlich für Bewerber/innen auf eine freie Stelle und
Praktikant/innen vorgesehen. Eltern können nach Absprache ebenfalls hospitieren, wenn es die
Situation erfordert, jedoch sollte beachtet werden, dass sich das eigene Kind anders verhält, wenn
die Eltern im Kita-Alltag anwesend sind. Hospitationen erfolgen nur nach vorheriger Absprache mit
der Leitung.

Familien, die an einem Platz in unserer Einrichtung interessiert sind, haben die Möglichkeit an einem
festgelegten Besichtigungs- und Informationstermin (Tag der offenen Tür) teilzunehmen, um so die
Einrichtung und das Team kennen zu lernen.

Die Termine finden sich ab Herbst auf unserer Homepage.

Gesetzliche Grundlagen
Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) – Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)
Kindertagesbetreuungsgesetz (KiTaG)
Kinderförderungsgesetz (KiföG)
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern-Kinderbildungsgesetz (KiBiz)